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Benno Ifland, Klaus Weiss -  Foto: Birgit Hupfeld
Maja Beckmann, Magdalena Helmig, Christoph Jöde -  Foto: Birgit Hupfeld
Leopold Hornung -
Benno Ifland, Christoph Jöde -   Foto: Birgit Hupfeld
Anna Staab, Eva-Maria Salcher, Verena Schulze -    Foto: Birgitt Hupfeld
Premiere
Bertolt Brecht
Herr Puntila und sein Knecht Matti

Der Gutsbesitzer Puntila hat ein gespaltenes Verhältnis zur Wirklichkeit. Ist er besoffen, interessiert ihn nur: Schönheit, Liebe, Musik, Natur, Gemeinschaft, Fantasie. Dann braust er in seinem Studebaker durch die helle finnische Sommernacht auf der Suche nach Abenteuern, Schnaps und schönen Frauen - und predigt von einer gerechten Welt ohne Ausbeutung. Wenn aber der Rausch nachlässt und die Nüchternheit einsetzt, sieht Puntila alles mit kaltem Blick; Poesie und Ideale zählen dann nicht mehr, sondern bloß der ökonomische Nutzen. Der Mensch wird zum Geschäftsmann. Diese Zerrissenheit lässt Puntila tiefen Weltschmerz empfinden. In betrunkenem Zustand sucht er Trost und Freundschaft bei seinem Chauffeur Matti. Doch Weltschmerz kann Matti sich nicht leisten. Er muss Geld verdienen, um zu überleben. Und er weiß, dass Puntilas vollmundige Versprechungen folgenlos bleiben. Mattis nüchterner Umgang mit der Realität irritiert Puntila, immer mehr verirrt dieser sich in der Widersprüchlichkeit seiner Existenz.
Brechts „Puntila“ ist ein komisches, ein abgründiges und poetisches Stück über die Frage nach dem Wesen des Menschen. Es erzählt von dem rauschhaften, hochfliegenden Traum einer menschlichen Welt und dem ernüchterten Erwachen. 

Regie  Anne Lenk
Bühne  Marc Bausback
Kostüme  Eva Martin

Besetzung116
Puntila, Gutsbesitzer Benno Ifland
Eva Puntila, seine Tochter Maja Beckmann
Matti, sein Chauffeur Christoph Jöde
Der Richter Klaus Weiss
Der Attaché Cornelius Schwalm
Der Ober; Der Viehdoktor; Ein dicker Mann; Ein Arbeiter; Der Probst; Der Advokat Leopold Hornung
Das Apothekenfräulein Anna Staab
Das Kuhmädchen  Verena Schulze
Die Telefonistin Evamaria Salcher
Fina Magdalena Helmig
 

Pressestimmen

Man kann diese Inszenierung jedem ans Herz legen, der im Theater gerne lacht. Dass sie jedoch nicht reine Komödie ist und im Brechtschen Sinne zum Nachdenken über gesellschaftliche Verhältnisse anregt, ist ihre Kunst.
(Ruhr Nachrichten)

Bis in die Nebenrollen ist in diesem Puntila ein glänzend aufgelegtes Ensemble zu bewundern.
(Ruhr Nachrichten)

Die gelungene Tragikomik ist auch ein Verdienst von Benno Ifland. Er spielt den Jekyll-und-Hyde-Charakter des Puntila höchst differenziert. Seine Bewegungen werden ausladend und fahrig, wenn Puntila betrunken ist. Sein Lächeln ist kindlich-naiv, seine heisere Säuferstimme jovial. Als nüchterner Puntila wird Ifland scharf im Ton, zielbewusst in seinen Bewegungen.
Ihm ebenbürtig ist der Matti von Christoph Jöde. Smart, kühl, distanziert im Umgang mit seinem Herrn, selbst, wenn er dessen Willen nachkommt.
(Westfälischer Anzeiger)


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