


Yasmina Reza
Zwei 11-jährige Jungen prügeln sich heftig, der eine verliert zwei Schneidezähne. Unter zivilisierten Leuten, wie es die beiden Elternpaare sind, spricht man die Sache in aller Ruhe durch, schließlich ist man nicht in der Banlieu, wo die Autos brennen.
Bei Kaffee und Selbstgebackenem soll der pädagogisch korrekte Umgang mit dem Vorfall verabredet werden. Doch unversehens brechen sich archaischere Impulse Bahn. Aus Gereiztheiten und Sticheleien werden handfeste Vorwürfe, die Situation läuft aus dem Ruder. Wer war denn nun der Schuldige von den beiden Bengeln? Deutet Ferdinands rabiates Verhalten nicht auf Eheprobleme zwischen Alain und Annette hin? Was ist schlimmer: dass Michel den Hamster seiner Tochter ausgesetzt hat, oder dass Alain einen Pharmakonzern mit einem gesundheitsgefährdenden Medikament juristisch vertritt? Die Dämme der Wohlanständigkeit brechen und der Gott des Gemetzels erhebt sein Haupt.
Mit diabolischem Humor spießt Yasmina Reza in ihrem Stück unsere bürgerliche Gesellschaft auf und legt auf unterhaltsamste Weise die Abgründe unter der dünnen Schicht von Kultiviertheit offen.
Regie Burghart Klaußner
Bühne Bernhard Siegl
Kostüme Marion Münch
Besetzung
Véronique Houillé Imogen Kogge
Michel Houillé Felix Vörtler
Annette Reille Ulli Maier
Alain Reille Klaus Weiss
Pressestimmen
Zum Glücksfall aber wird die Begegnung mit dem Stück durch die grandiose Inszenierung von Burghart Klaußner.
Die vier Schauspieler lassen keinen Wunsch offen, insbesondere die weiblichen – das Bochumer Schauspielhaus besitzt das beste Damenensemble der Republik.
Selten gelingt eine so stimmige Symbiose eines Stücks mit einer Aufführung.
(Rheinischer Merkur)
Klaußner schraubt die Pointen eine Umdrehung weiter, forciert das Tempo, buchstabiert die Konfrontation aus, ohne sie schnöde zu zerlegen. Seine Inszenierung hat die Präzision, die das Stück braucht, um sie nicht auf Boulevard-Niveau abzusenken, und bändigt die vier bravourösen Entfesslungskünstler perfekt.
(Frankfurter Rundschau)
Die Waffen der Vier sind geschliffene Dialoge, manchmal auch Fäuste. Ständig wechseln die Fronten. Die Männer verbinden sich in John-Wayne-Gehabe, die Frauen machen sich über die Männer lustig, die Ehepaare bekämpfen sich gegenseitig und untereinander. Gewonnen haben am Ende vier grandiose Schauspieler und das Publikum.
(Ruhr Nachrichten)
Der Gott des Gemetzels
Zwei 11-jährige Jungen prügeln sich heftig, der eine verliert zwei Schneidezähne. Unter zivilisierten Leuten, wie es die beiden Elternpaare sind, spricht man die Sache in aller Ruhe durch, schließlich ist man nicht in der Banlieu, wo die Autos brennen.
Bei Kaffee und Selbstgebackenem soll der pädagogisch korrekte Umgang mit dem Vorfall verabredet werden. Doch unversehens brechen sich archaischere Impulse Bahn. Aus Gereiztheiten und Sticheleien werden handfeste Vorwürfe, die Situation läuft aus dem Ruder. Wer war denn nun der Schuldige von den beiden Bengeln? Deutet Ferdinands rabiates Verhalten nicht auf Eheprobleme zwischen Alain und Annette hin? Was ist schlimmer: dass Michel den Hamster seiner Tochter ausgesetzt hat, oder dass Alain einen Pharmakonzern mit einem gesundheitsgefährdenden Medikament juristisch vertritt? Die Dämme der Wohlanständigkeit brechen und der Gott des Gemetzels erhebt sein Haupt.
Mit diabolischem Humor spießt Yasmina Reza in ihrem Stück unsere bürgerliche Gesellschaft auf und legt auf unterhaltsamste Weise die Abgründe unter der dünnen Schicht von Kultiviertheit offen.
Regie Burghart Klaußner
Bühne Bernhard Siegl
Kostüme Marion Münch
Besetzung
Véronique Houillé Imogen Kogge
Michel Houillé Felix Vörtler
Annette Reille Ulli Maier
Alain Reille Klaus Weiss
Pressestimmen
Zum Glücksfall aber wird die Begegnung mit dem Stück durch die grandiose Inszenierung von Burghart Klaußner.
Die vier Schauspieler lassen keinen Wunsch offen, insbesondere die weiblichen – das Bochumer Schauspielhaus besitzt das beste Damenensemble der Republik.
Selten gelingt eine so stimmige Symbiose eines Stücks mit einer Aufführung.
(Rheinischer Merkur)
Klaußner schraubt die Pointen eine Umdrehung weiter, forciert das Tempo, buchstabiert die Konfrontation aus, ohne sie schnöde zu zerlegen. Seine Inszenierung hat die Präzision, die das Stück braucht, um sie nicht auf Boulevard-Niveau abzusenken, und bändigt die vier bravourösen Entfesslungskünstler perfekt.
(Frankfurter Rundschau)
Die Waffen der Vier sind geschliffene Dialoge, manchmal auch Fäuste. Ständig wechseln die Fronten. Die Männer verbinden sich in John-Wayne-Gehabe, die Frauen machen sich über die Männer lustig, die Ehepaare bekämpfen sich gegenseitig und untereinander. Gewonnen haben am Ende vier grandiose Schauspieler und das Publikum.
(Ruhr Nachrichten)
